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Götz George spielt Heinrich George

Baden-Baden/Berlin (dpa) - Schauspieler Götz George (74) spielt seinen eigenen Vater. Die Dreharbeiten für das Dokudrama «George» haben diese Woche begonnen, wie der Südwestrundfunk (SWR) in Baden-Baden mitteilte.

Götz George und Heinrich George
Vater und Sohn: Heinrich (l) und Götz George. Foto: dpa Foto: dpa

Im Mittelpunkt des Films stehen die letzten Lebensjahre des Ufa-Stars Heinrich Georges (1893-1946).

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«Dabei befasst sich "George" intensiv mit dem Thema der Schuld und Verantwortung des Künstlers in der Diktatur», berichtete der SWR. Heinrich George hatte sich unter anderem als Theaterdarsteller im «Götz von Berlichingen» und im Film «Metropolis» internationale Geltung verschafft, aber auch in dem Hetzfilm «Jud Süß» mitgespielt.

«In dokumentarischen Archiv-Aufnahmen, Interviews und Spielszenen nähert sich das Dokudrama dem "Jahrhundertschauspieler" und zeigt die Faszination, die von der elementaren Gestaltungskraft Georges ausging», hieß es weiter. Deutlich würden ebenso «die Widersprüche in seiner Person, die einen exzentrischen, hochsensiblen und gefährdeten Charakter hinter der wuchtigen Erscheinung sichtbar werden lassen».

Das Doku-Drama «George» wird von teamWorx im Auftrag von SWR, WDR, RBB, NDR und Arte produziert. In weiteren Rollen spielen unter anderem Martin Wuttke als Joseph Goebbels und Muriel Baumeister als Heinrich Georges Frau Berta Drews. Götz George spielt in den Filmszenen seinen Vater, er äußert sich in Einspielern aber auch als Zeitzeuge Götz George.

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