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Gerhard Polt kritisiert Begriff »systemrelevant«

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Gerhard Polt
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Der Kabarettist und Schauspieler Gerhard Polt fürchet sich um das finanzielle Überleben von Kulturschaffenden. Foto: Ursula Düren/dpa Foto: dpa

Der Kabarettist sorgt sich um die Existenz von Künstlern. Corona treffe die gesamte Kulturbranche besonders hart, sagt er.


München (dpa) - Der Kabarettist Gerhard Polt (78) kritisiert die Einstufung bestimmter Branchen als systemrelevant.

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»Ich persönlich finde es ganz schlimm, dass von höchsten politischen Stellen von Systemrelevanz gesprochen wird. Bestimmte Leute kriegen in diesen schweren Zeiten ihr Geld und andere - vor allem Künstler - schauen mit dem Ofenrohr ins Gebirge«, sagte Polt der Deutschen Presse-Agentur in München anlässlich des 40-jährigen Zusammenwirkens mit Brüdern der Musiker-Großfamilie Well. »Das wäre zum Beispiel ein Grund, wieder auf die Straße zu gehen.« Es treffe die Kulturbranche hart: »Ob das Kollegen sind oder Beleuchter oder Tontechniker - die zerbröselt es alle.«

Polt und die Well-Brüder - früher als »Biermösl Blosn« - treten seit 1980 zusammen auf. Zum Jubiläum erschien gerade eine CD, am 11. Oktober starten sie zu viert zu einer Tournee. Gemeinsam hatten sie früher den Protest gegen die Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf und gegen die Autobahn durch das Isental unterstützt. Wackersdorf wurde nicht gebaut - die Isentalautobahn wurde vor knapp einem Jahr eröffnet. »Fast alles, gegen das wir protestiert haben, ist entstanden«, bilanziert Polt.

© dpa-infocom, dpa:201005-99-827126/2

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