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Fotograf Salgado: »Ich habe den Glauben an uns verloren«

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Sebastiao Salgado
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Sebastiao Salgado bei einer Ausstellungseröffnung in Barcelona. Foto: Andreu Dalmau / Foto: dpa

Hamburg (dpa) - Der berühmte brasilianische Fotograf Sebastião Salgado (70) hat durch seine Arbeit den Glauben an die Menschen verloren.


»Ich glaube inzwischen, unsere wahre Bestimmung ist es, dass wir uns bewaffnen. Und dass wir uns gegenseitig töten bis zum Ende«, sagte Salgado in einem »Spiegel«-Interview. Bei seiner Arbeit in Kriegsgebieten habe er unvorstellbare Brutalität erlebt. »Dieses Wissen über uns Menschen, das ich durch mein Leben als Fotograf erlangt habe - ich sage Ihnen, dieses Wissen ist kaum auszuhalten. Ich habe den Glauben an uns verloren.«

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Am Donnerstag (30.10.) läuft in den deutschen Kinos die Dokumentation »Das Salz der Erde« an, die Regisseur Wim Wenders gemeinsam mit Salgados Sohn Juliano über den Ausnahmefotografen gedreht hat. Im International Center of Photography in New York ist bis zum 11. Januar die Ausstellung »Genesis« zu sehen. Sie zeigt mehr als 200 spektakuläre Landschafts- und Naturaufnahmen Salgados seit 2004.

Ausstellung

Das Salz der Erde