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Finale der Eis-WM - Sonderpreis für Deutschen

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Frerk Veen
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Frerk Veen, Chef der «Kleinen Borkumer Eiskonditorei», wurde in Rimini mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Foto: Reinhold Grigoleit Foto: dpa

Rimini (dpa) - Honig mit Lebkuchen, Zimt, Butter und Parmesan: Diese Kombination aus süß, würzig und herzhaft ist nur eine der gewagten Eiskreationen, die am Wochenende in Rimini präsentiert wurden. 24 Eismacher aus acht Nationen traten im finalen Wettstreit bei der Eis-WM gegeneinander an.


Die Jury überzeugen konnten die Australier John und Sam Crowl. Sie gewannen mit ihrem Eis «Mandorla Affogato» aus Vanilleschoten mit gerösteten, karamellisierten Mandeln und Kaffee-Karamell-Sauce. Der Deutsche Frerk Veen von der Insel Borkum erhielt mit seinem «Exotischen Sommertraum» einen Sonderpreis.

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Die anderen beiden deutschen Teilnehmer, Marco Vazzola aus Rheinland-Pfalz und Adriano Colle aus Bayern, gingen leer aus. Zuvor hatte die «Gelato World Tour» auf der Suche nach dem besten Eis und der außergewöhnlichsten Kombination vier Kontinente bereist. Ziel des Wettbewerbs ist es, die italienische Art, Eis zuzubereiten, in der ganzen Welt zu verbreiten. Denn im Gegensatz zur in Deutschland gängigen Variante, Eis in Kugelform zu verteilen, wird bei einer italienischen Eisdiele das Eis «gespachtelt». Auf Platz zwei und drei landeten dann auch italienische Eisdielen.

Es waren auch Gelatiers aus Kanada, den USA, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Spanien dabei. Colle trat mit seiner Kreation «Gewürze des Orients» an, Vazzola präsentierte dem Publikum und der Jury im Fellini Park sein Eis «Haselnussküsse». Zuvor waren die drei bei der letzten Station der «Gelato World Tour» in Berlin ausgewählt worden, um Deutschland im Finale zu vertreten.

Für Adriano Colle aus Kempten war das Wochenende in Rimini vor allem «richtig anstrengend». «Wir standen teilweise zu viert in der Eisküche, das ist ziemlich eng», beschrieb der Halbitaliener seine Arbeitsbedingungen. Besonders Abends nach dem Strandbesuch fanden viele Besucher den Weg ins Gelato-Camp. Begonnen hatte das Finale bereits am Freitag, am Sonntag fiel die Entscheidung. Zuvor hatte jeder Eismacher seine Kreation fünf Minuten lang Jury und Publikum gezeigt. 45 Prozent der Entscheidung lagen bei der Fachjury, 50 Prozent teilten sich Journalisten und das Publikum.

Die restlichen fünf Prozent machten die Eismacher unter sich aus, jeder durfte eine Eissorte eines Konkurrenten nominieren. Veen sagte, die Stimmung unter den Teilnehmern sei «sehr kollegial» gewesen, die Mitarbeiter herzlich. «Man fühlte sich willkommen», sagte er. Einig waren sich alle drei deutschen Teilnehmer: Dabei zu sein war eine große Ehre und Spaß hat es auch gemacht. Der einzige Wermutstropfen für Colle: «Es ist so tolles Wetter und das Meer liegt direkt vor der Tür, aber wir haben einfach keine Zeit zum Baden.»