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Europäische Kulturhauptstadt: Diese Bewerber sind im Rennen

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Kulturhauptstadt Europas 2025
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Blick auf die Dresdner Semperoper auf dem Theaterplatz. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa Foto: dpa
Dresden
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Dresden: Elisabeth Kreutzkamm-Aumüller spricht die Frage nach einer «neuen Heimat» an. Foto: Wolfgang Kumm/dpa Foto: dpa
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Blick auf das Rathaus in Zittau. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa Foto: dpa
Kulturhauptstadt Europas 2025
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Blick auf die Kaiserburg in Nürnbergs Altstadt. Foto: Daniel Karmann/dpa Foto: dpa
Nürnberg
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Nürnberg: Hans-Joachim Wagner hält seine Bewerbungsrede. Foto: Wolfgang Kumm/dpa Foto: dpa
Kulturhauptstadt Europas 2025
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Das Alte Rathaus am Alten Markt in Magdeburg mit der vergoldeten Nachbildung des Magdeburger Reiters. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa Foto: dpa
Kulturhauptstadt Europas 2025
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Der Hildesheimer Dom. Foto: Julian Stratenschulte/dpa Foto: dpa
Hildesheim
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Hildesheim: Thomas Harling brachte eine Zuckerrübe mit. Foto: Wolfgang Kumm/dpa Foto: dpa
Kulturhauptstadt Europas 2025
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Das am Maschteich gelegene Neue Rathaus im Zentrum der Stadt Hannover. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa Foto: dpa
Hannover
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Hanover: Die Britin Hannah Gibson drückte ihre Sorge vor dem Brexit aus. Foto: Wolfgang Kumm/dpa Foto: dpa
Kulturhauptstadt Europas 2025
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Chemnitz: Spezialisten erneuern am Schornstein des Heizkraftwerks im Abschnitt zwischen 120 und 165 Metern Höhe die Farbe Himmelblau. Foto: Jan Woitas/zb/dpa Foto: dpa
Kulturhauptstadt Europas 2025
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Das Theater der Stadt Gera. Foto: Bodo Schackow/zb/dpa Foto: dpa

Deutschland darf im Jahr 2025 eine der Kulturhauptstädte Europas stellen. Acht Städte kandidieren - und wollen dabei aktuelle Probleme und dunkle Kapitel ihrer Geschichte nicht aussparen.


Berlin (dpa) - Acht deutsche Städte wollen europäische Kulturhauptstadt 2025 werden. Das gaben die Kulturstiftung der Länder und die Kultusministerkonferenz am Dienstag nach Ablauf der Bewerbungsfrist bekannt.

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Um den Titel bewerben sich Chemnitz, Dresden, Gera, Hannover, Hildesheim, Magdeburg, Nürnberg und Zittau. Damit kommen fünf von acht Städten aus einem ostdeutschen Bundesland.

»Ich bin froh, dass wir aus vielen Landstrichen Deutschlands Städte dabei haben«, sagte Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD), derzeit Vorsitzender der Kulturministerkonferenz. Auch die ostdeutschen Bewerber seien sehr unterschiedlich.

Deutschland darf im Jahr 2025 neben Slowenien eine der beiden Kulturhauptstädte Europas stellen. Im Dezember trifft eine Jury eine Vorauswahl, im Herbst 2020 sollen dann die Titelträger feststehen. Die letzte europäische Kulturhauptstadt aus Deutschland war Essen mit dem Ruhrgebiet (2010). Ausgezeichnet wurden auch schon Weimar (1999) und West-Berlin (1988). Für dieses Jahr wurden das italienische Matera und das bulgarische Plowdiw ausgewählt.

Mehrere Bewerberstädte werfen die Frage auf, wie Gesellschaften zueinander finden können. Dresden beispielsweise beschäftigt sich mit der Frage nach einer »neuen Heimat«. Dass Dresden um die eigene Geschichte ringe und das friedliche Zusammenleben »so zerbrechlich« erscheine, stehe für Entwicklungen, die in ganz Europa zu beobachten seien, sagte Elisabeth Kreutzkamm-Aumüller aus Dresden.

Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) sagte, gesellschaftliche Konflikte, bewusste Provokationen, Grenzüberschreitungen und offene Gewalt seien ein Thema in vielen Städten Europas. Dazu zeigte sie Bilder von Ausschreitungen in ihrer Stadt und von Protesten der Gelbwesten in Paris. Aus dem Osten bewerben sich auch Magdeburg, Gera und Zittau mit der tschechisch-polnisch-deutschen Dreiländerregion.

Hannover ließ seine Bewerbung von der Britin Hannah Gibson vorstellen, die ihre Sorge vor dem Brexit ausdrückte. Nürnberg fragte nach dem eigenen Bild: Denke man bei Nürnberg an Lebkuchen und Dürer? Oder an den Reichsparteitag der Nationalsozialisten? »Vielleicht fällt Ihnen zu Nürnberg aber auch gar nichts ein«, sagte der Leiter des Bewerbungsbüros, Hans-Joachim Wagner. Nürnberg will eine »neue Idee« der Stadt entwickeln.

Auch das niedersächsische Hildesheim bewirbt sich. »Sie wissen es - und wir wissen es auch: Wir sind Provinz«, sagte der Leiter des dortigen Bewerbungsbüros, Thomas Harling. Das sei aber auch gut so. Sie wollten nach Lösungen suchen in Stadt-Land-Beziehungen. Er brachte eine Zuckerrübe mit - zum Motto »Beets, Roses and the Meaning of Life«.

Hamburgs Kultursenator Brosda wertete die Bewerbungen als Beleg für regionale Vielfalt. »Wir haben eine Tendenz manchmal in Deutschland dazu, kulturelle Fragen sehr auf die Hauptstadt zu fixieren«, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. »Aber die Vielfalt des Landes zeigt sich gerade in den Regionen.« Kultur sei überall im Land eine relevante Dimension, »und nicht nur in den großen Metropolen, wo vermeintlich die Fragen der Welt diskutiert werden«.

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