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Chris Hemsworth ist «Sexiest Man Alive»

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Chris Hemsworth
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Chris Hemsworth ist am liebsten bei seiner Familie. Foto: Tal Cohen Foto: dpa

Los Angeles (dpa) - Haben Australier mehr Sex-Appeal als andere Männer? Zumindest beim amerikanischen «People»-Magazin scheint es eine Vorliebe für die Männer mit «Down Under»-Prägung zu geben.


Zum dritten Mal wurde jetzt ein Australier «Sexiest Man Alive»: Der Schauspieler Chris Hemsworth («Thor», «Rush - Alles für den Sieg») soll der aufregendste Mann der Welt sein. Was bringt der Titel eigentlich? Bringt er tatsächlich Gespött, wie der sexy Preisträger befürchtet?

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Seit 1985 kürt die Hochglanzzeitschrift den «Sexiest Man Alive». Der Titel hat es längst in die Alltagssprache geschafft. Zeitlich zwischen Friedensnobelpreis und Oscars gelegen, ist er wohl selbst von den Stiftern nicht ganz ernst gemeint - von vielen aber wird er sehr ernst genommen. Da gehört es zum Spiel, dass sich die Geehrten überrascht zeigen, dass sie betonen, sich doch selbst gar nicht sexy zu fühlen und, ganz wichtig, sich ein bisschen lustig zu machen.

Auch Hemsworth findet den Titel «recht lustig», wie der 31-Jährige sagte. «Ich habe alles über «Sexy-sein» von Matt gelernt», witzelte er unter Verweis auf Matt Damon, der 2007 den Titel erhalten hatte. «Danke Matt, und all den anderen vorangegangenen intelligenten Männern.»

Sein neuer Titel werde ihm sicher viel Gespött einbringen, sagte der Schauspieler. Vor allem seine Brüder machten sich einen Spaß daraus. Liam (24) und Luke (33) sind ebenfalls Schauspieler. So ungerührt, belustigt und distanziert sich Hemsworth auch zeigt - der Titel war es ihm doch Wert, für die Fotografen ganz verträumt mit Dreitagebart vom «People»-Titelbild zu blicken.

Auch Adam Levine (35), Frontmann der US-Band Maroon 5, gab sich vor einem Jahr ganz überrascht, er habe nie damit gerechnet. Immerhin sagte er: «Ich fühle mich ssssexy.» Im Jahr zuvor reagierte Channing Tatum (heute 34) mit: «Ihr verarscht mich doch!» Und im Jahr davor fand Bradley Cooper (39) Richard Gere sexy, aber nicht sich. Auch Cooper gab sich überrascht, ungerührt, vor allem belustigt.

Ist der Titel ein Karriereschub? Wohl kaum - weil die Preisträger alle längst Karriere gemacht haben. Hemsworth, Tatum oder Ryan Reynolds (2010) mögen keine Superstars sein wie Gere (1993 und 1999), Brad Pitt (1995 und 2000), George Clooney (1997 und 2006) oder Johnny Depp (2003 und 2009). Gestandene Schauspieler mit eigener Karriere und Blockbustern in der Filmliste (oder Hits in den Top Ten) waren sie alle schon. Und Hemsworth ist auch einer der jüngsten, die meisten waren Ende 30 oder älter. Harrison Ford (1998) war gar schon 56 und Sean Connery (1989) sogar 59, als sie als begehrenswerter als alle anderen Männer dieses Planeten bezeichnet wurden.

Persönlich muss der Titel nicht unbedingt immerwährendes Glück bedeuten. Als Ben Affleck 2002 gekürt wurde, sagte seine Verlobte: «Ich brauchte das People-Magazin nicht, um mir zu sagen, dass er der sexuell attraktivste Mann ist, den es gibt. Der Unterschied zwischen mir und «People» ist, dass er das für mich auch noch sein wird, wenn er 100 Jahre alt ist.» Gesagt hatte das Jennifer Lopez. Zwei Jahre später war die Beziehung von «Bennifer» vorbei.

People.com