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Brütendes Schwanenpärchen mit Küken begeistert Paris

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Schwanenpärchen Odette und Siegfried
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Das am Canal de L'Ourcq in Paris brütende Schwanenpärchen Odette und Siegfried. Foto: Julia Naue/dpa Foto: dpa

Wegen der Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise konnten viele Pariser monatelang nicht flanieren - nun entdecken sie Erstaunliches vor der Haustür.


Paris (dpa) - Paris ist um eine Sehenswürdigkeit reicher: Auf einem der Kanäle brütet ein Schwanenpaar seine Jungen aus. Täglich zieht das Naturschauspiel Dutzende an, sie machen Halt am Canal de L'Ourcq im Nordosten der französischen Hauptstadt.

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Das Paar brütet dort in einem Nest auf einer Art Floß schon seit einigen Wochen - am Donnerstag lugten drei Schwanenküken aus dem Nest, wie eine dpa-Reporterin berichtete. Einige Eier müssen Odette und Siegfried - so soll sie laut der Zeitung »Le Parisien« ein Anwohner in Anlehnung an das Ballett »Schwanensee« getauft haben - ausbrüten. Abwechselnd gehen sie ihrer Elternarbeit nach.

Die Stadt hatte Mitte April einen Zaun am Ufer errichtet, damit Schaulustige das Schwanenpärchen nicht stören. Ein kollektives »Ooooh« stoßen die Besucherinnen und Besucher aus, wenn die kleinen Babyschwäne zu sehen sind. »Das ist toll«, sagt eine Frau. Kinder sind völlig verzückt vor Begeisterung. »Wenn das Leben die Oberhand gewinnt - unter den gerührten Blicken wohlwollender Anwohner und dank des Schutzes, den die Stadt um das Nistfloß herum aufgebaut hat. Die Natur in der Stadt, das sind auch diese bewegenden Momente«, schrieb der Bürgermeister des 19. Arrondissements, François Dagnaud, am Mittwoch zur Geburt der ersten beiden Schwäne auf Twitter.

Doch das brütende Schwanenpärchen löst nicht nur Begeisterung aus. Die Tierschutzorganisation Paris Animaux Zoopolis moniert, dass die Schwäne am belebten Canal de l'Ourcq auch deswegen brüten, weil ihr eigentlicher Lebensraum, der kleine Kanal Darse du fond de Rouvray, nicht mehr richtig zugänglich ist. Dort wurde ein schwimmender Damm errichtet, um angeschwemmten Müll zu stoppen. Und Paris wäre auch nicht Paris, wenn das kleine Floß mit dem Nest der Schwäne nicht ebenfalls voller Müll wäre. Die Organisation hatte sich auch für den Zaun am Ufer stark gemacht und fordert, dass das ursprüngliche Revier am Darse du fond de Rouvray ein Schutzgebiet wird.

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Bericht "Le Parisien"


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