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Die TVT-Basketballer um Valentin Rausch (links, hier im Duell gegen Neuöttings Laurens Urbanke) wollen heute den nächsten Sieg einfahren. (Foto: Weitz)

Eine vermeintlich leichte Aufgabe

Nach dem spannenden und letztlich mit 75:58 erfolgreichen Gastspiel beim Bayernliga-Tabellendritten TG Landshut am vergangenen Wochenende steht den Chiemgau Baskets nun eine auf dem Papier leichtere Aufgabe bevor: Die Basketball-Herren des TV Traunstein gastieren am heutigen Samstag um 16 Uhr beim Neuntplatzierten, den Fireballs Bad Aibling – für Baskets-Headcoach Tobias Guggenhuber ist das ein besonderes Spiel.

Die Kurstädter waren jahrelang in der 1. Regionalliga angetreten, hatten ihr Team aber im Dezember 2021 corona- und verletzungsbedingt abmelden und sich aus der Liga zurückziehen müssen. Der Neuanfang in der Bayernliga mit jungen Spielern aus den eigenen Reihen, von denen viele in der Vorsaison mit dem Reserveteam Bezirksklassenmeister geworden waren, fällt nun nicht leicht: Die Bad Aiblinger konnten erst eines ihrer sechs Spiele erfolgreich gestalten. Den Tabellenletzten Baskets Vilsbiburg II schlugen sie vor zwei Wochen zuhause knapp mit 71:68, nachdem sie in der Halbzeit noch 28:34 zurückgelegen hatten.

Stärkster Punktesammler der Aiblinger sind Aaron Sareiter mit 14,2 und Kaico Fernandez mit 7,8 Punkten im Schnitt. Zum Vergleich: Bei den Chiemgau Baskets liegen mit Garric Young (Punktedurchschnitt 22,5), Jakob Kock (14,8) und Kazuhiko Yokoyama (14,6) gleich drei Spieler noch vor Sareiter. Die Traunsteiner haben zudem alle sechs Saisonspiele gewonnen. Theoretisch also eine klare Sache für die TVTler.

Bei den Baskets sind alle verfügbaren Spieler fit, wobei Stefan Gruber und Vince Garrett weiterhin ausfallen. »Wir haben beim Landshut-Spiel gesehen, wo wir stehen, und dort vor allem am Ende vieles richtig gemacht – das wollen wir nun auch nach Bad Aibling transportieren«, sagt Baskets-Headcoach Tobias Guggenhuber, der selbst von 2004 bis 2017 bei den Fireballs gespielt und diese ab 2018 gecoacht hat, bevor er die Zusammenarbeit 2020 beendete.

»Wir sind der klare Favorit und nehmen diese Rolle auch an«, so Guggenhuber weiter. Der Bad Aiblinger kennt einen Großteil der gegnerischen Spieler von früher, auch wenn sie nicht unter ihm in der Regionalliga gespielt haben. Er wolle mit seinem Team im Spielrhythmus bleiben und sich in den letzten beiden Partien des Jahres auch auf das Duell gegen den Ligaprimus TV Dingolfing vorbereiten, das am 7. Januar in Traunstein ansteht. »Wir wollen unser Timing und unser Zusammenspiel noch verbessern, dafür auch viel rotieren, damit alle Spieler viel Zeit auf dem Feld bekommen und wir als Team noch besser zusammenwachsen«, sagt Guggenhuber.

Für ihn persönlich sei es nach langer Zeit eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Seit dem Ende der Zusammenarbeit habe er die Halle nur noch einmal kurz betreten, als der TSV Schwandorf im Oktober zu Gast war und er sich den nächsten Gegner seines jetzigen Teams anschauen wollte. »Für mich als jemand, der so lange Zeit in Bad Aibling in verschiedensten Rollen tätig war, ist es extrem traurig zu sehen, was sportlich dort passiert ist«, berichtet Guggenhuber. »Die Mannschaft ist nicht mit dem zu vergleichen, was ich hinterlassen habe. Gleichwohl freue ich mich auf das Spiel und möchte mit meinem Team einen deutlichen Sieg einfahren.«

SR