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Die erfahrenen Spieler Victor Langner (links) und Valentin Rausch haben auch weiterhin das Trikot der Chiemgau Baskets an. (Fotos: Michi Schanz/Eva Lohner/Spreadfilms)

Chiemgau Baskets verlängern mit zwei erfahrenen Kräften

Valentin Rausch und Victor Langner greifen auch in der Saison 2022/23 wieder für das Bayernliga-Team der Chiemgau Baskets an – und am morgigen Samstag wartet um 13 Uhr beim erstmals ausgetragenen Alpencup gleich eine schwierige Aufgabe auf die Basketballer des TV Traunstein: Dann ist der 1. Regionalligist Haching Baskets zu Gast. Der Eintritt in der Traunsteiner AKG-Sportarena ist frei. Zu diesem Anlass beginnt auch der Vorverkauf der Saisonkarten, bevor die Baskets am 15. Oktober mit dem Derby gegen Burghausen in die Bayernliga-Saison starten.

Valentin Rausch ist schon seit über einem Jahrzehnt eine wichtige Stütze der TVTler. Der Aufbauspieler trug erheblich zu den Aufstiegen von der Kreis- in die Bayernliga bei. »Nachdem die letzte Saison trotz gutem Ergebnis nicht zufriedenstellend gelaufen ist, habe ich lange überlegt, ob ich mich neben Beruf, Fortbildungen, meiner Stadtratstätigkeit und der Familie noch einmal aufraffe«, gibt Rausch zu. Doch er sehe mit Stefan Gruber und ihm die letzten zwei Verbliebenen aus der ursprünglichen TVT-Zeit, die seit über elf Jahren für die Erste Mannschaft auflaufen. »Das wollte ich noch nicht aufgeben«, so Rausch. Für die neue Saison wünsche er sich, dass die Mannschaft auf und neben dem Platz geschlossen auftrete und Freude am Sport verbreite, die sich auf die Zuschauer überträgt. Zudem hoffe er nach einer längeren Pause wegen eines Syndesmosebandrisses nun verletzungsfrei zu bleiben.

Victor Langner, den Baskets-Headcoach Tobias Guggenhuber als »Allzweckwaffe für die kleinen und großen Positionen« beschreibt und auf dessen große Erfahrung und Motivation er setzt, stieg bei der TG Stockach am Bodensee in den Basketballsport ein und spielte in der Jugend für den TV Konstanz, mit dem er auch einmal baden-württembergischer Meister wurde. Zum Lehramtsstudium zog der 1,89-Meter-Mann nach Würzburg, wo er unter anderem für die TSG Waldbüttelbrunn in der Bayernliga und den SV Oberdürrbach in der Bezirksoberliga antrat. Im Referendariat wechselte er nach Regensburg zu den dortigen Baskets, für die er in der Bayernliga spielte. Nach zweijähriger Pause stieg er letzte Saison bei den Chiemgau Baskets ein. Der Kontakt kam über das Chiemgau-Gymnasium zustande, an dem er Sport unterrichtete und die Basketball-SAG betreute: »Letztes Jahr lief das etwas halbherzig an, weil ich als Berufseinsteiger und mit Familie nicht wusste, wie ich es zeitlich hinbekomme.« Der 31-Jährige trainierte zunächst nur einmal die Woche und absolvierte lediglich Heimspiele. »Aber jetzt habe ich Blut geleckt und wieder Lust, voll anzugreifen«, so Langner.

An den Chiemgau Baskets schätzt er die professionelle Organisation. »Ich habe ja schon in drei Bayernliga-Vereinen gespielt. Nicht einer davon war auch nur halb so sinnvoll aufgebaut. Auch das Training der neuen Coaches ist sehr strukturiert – das hatte ich schon ewig nicht mehr.« Außerdem verstehe er sich auch menschlich mit dem Team sehr gut.

Auf dieses Team wartet am Samstag bei der Premiere des Alpencups ein schwerer Brocken. Die Haching Baskets des TSV Unterhaching erreichten in der vorigen Saison als Aufsteiger die Meisterschafts-Playoffs der 1. Basketball-Regionalliga Süd, verpassten dann aber die Sensation und schieden in der ersten Runde gegen den TSV Breitengüßbach aus.

Zu den stärksten Spielern des Teams von Headcoach Stavros Tsoraklidis zählen der 1,97 Meter große Niklas Kropp, der letzte Saison mit durchschnittlich 29,1 Punkten pro Spiel der Topscorer der 1. Regionalliga war, sowie 2,04-Meter-Mann Constantin Schmitt, der im Schnitt 18,4 Punkte holte. Als Neuzugänge verbucht das Team Gaetan Schöntgen (2,05 m), der aus Schwabing kam, sowie Pointguard Mirjan Boehning, der zuvor für Tübingen in der ProA antrat.

Eine echte Herausforderung also für die Chiemgau Baskets mit ihren Neuzugängen Vince Garrett, Kazuhiko Yokoyama und dem diese Woche vom Pro-B-Verein TSV Oberhaching ausgeliehenen Noel Friedl (19) – aber die TVTler haben sich fest vorgenommen, dem höherklassigen Gegner Paroli zu bieten und den 1. Alpencup zu gewinnen!

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