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»Optimallösung« für den neuen Kindergarten

Wonneberg – Der Wonneberger Gemeinderat entschied in der jüngsten Sitzung einmütig, den Kindergarten-Neubau in der »Optimallösung« zu realisieren. Demnach wird der zweistöckige Bau nicht nur den Kindergarten und die Kinderkrippe beherbergen, sondern im Kellergeschoß auch großzügig Platz für die Mittagsbetreuung bieten. Die direkte, barrierefreie Anbindung zu Schule und Turnhalle ist ebenfalls sichergestellt. Die Kosten für den Neubau südlich des Schulgebäudes in St. Leonhard bezifferte Michael Mayer von der Planungsgruppe Strasser nach Abzug der staatlichen Förderungen auf knapp 1,72 Millionen Euro.

Zwei Kostenanalysen hatte der Gemeinderat in der vorangegangenen Sitzung in Auftrag gegeben; zum einen die nunmehr beschlossene Projektvariante, zum anderen eine »abgespeckte« Alternativplanung ohne Keller, aber einem zusätzlichen Umbau eines Klassenzimmers in der Schule als Raum für die Mittagsbetreuung. Auch die Zuschuss-Situation wurde eingehend abgeklopft. Laut Planer beträgt der Förderrahmen für die Kinderkrippe gemäß des Investitionsprogramms »Kinderbetreuungsfinanzierung« 75 Prozent, dazu kommt eine pauschale Förderung in Höhe von 45 Prozent für den Kindergarten und die Mittagsbetreuung.

Für die Alternativlösung hatte Mayer nach Abzug der Zuschüsse einen Kostenrahmen von rund 1,36 Millionen Euro errechnet. »Aufgrund des fehlenden Kellergeschosses ist hier jedoch zusätzlich ein Bodengutachten erforderlich, um festzustellen, welche Gründungsmaßnahmen für den Neubau erforderlich sind«, erläuterte Michael Mayer.

»Das ist keine Ideallösung«

Michael Frumm-Mayer brachte diverse Vorschläge vor, um die Baukosten nachhaltig zu senken. So regte er unter anderem einen Lift im Treppenhaus der Schule an und empfahl eine Geländemodellierung sowie die Erschließung des Neubaus durch Rampen. »Auf diese Weise könnte der Verbindungstrakt eingespart und trotzdem Barrierefreiheit gewährleistet werden«, erklärte der Bautechniker. »Das ist keine Ideallösung«, entgegnete Michael Mayer. Die Kosten für diese Lösung verglich der Planer mit den Ausgaben für die »abgespeckte« Variante. Darüber hinaus sorge der Verbindungsbau auch für einen barrierefreien Zugang der Turnhalle. »Alle Bauteile werden mit einem Aufzug erschlossen«, erläuterte Mayer.

Albert Fenninger plagten abermals Bedenken wegen der rückläufigen Schülerzahlen. Er schlug eine Besichtigung des Schulgebäudes vor, um sich ein detailliertes Bild über die vorhandenen Räumlichkeiten und ihre jetzige sowie mögliche künftige Nutzung zu machen. Zudem stellte er die Frage in den Raum, ob generell ein barrierefreies Schulhaus erforderlich sei. »Wenn wir schon investieren, dann sollten wir für die Zukunft bauen«, bekräftigte Bürgermeister Martin Fenninger: »Inklusion ist ein wichtiges Thema. Darüber hinaus sollten wir die Schule nicht einengen und uns nichts verbauen, was wir in einigen Jahren möglicherweise wieder korrigieren müssen. Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt. Aber die Anforderungen werden immer größer.«

Auch Helmut Helmberger und Josef Helminger sprachen sich für die »Optimallösung« aus. »Wir wissen nicht, welche zusätzlichen Kosten hinsichtlich des Fundaments auf uns zukommen«, gab Helmberger zu bedenken, während für Helminger der Kindergarten-Neubau optimale Voraussetzungen für die zukünftige Gestaltung des Dorfzentrums bot: »Natürlich schockieren die Kosten zunächst. Aber das Projekt bietet uns die Möglichkeit, nach dem Umzug des Kindergartens das alte Gebäude wieder vollständig für die Vereine zu nutzen.« Auf diese Weise könne der Bürgersaal in aller Ruhe und mit Bedacht geplant und verwirklicht werden.

»Wir können uns den Kindergarten leisten«

Bernhard Kriegenhofer befürchtete Probleme mit dem Schallschutz, falls die Mittagsbetreuung in das Schulhaus integriert werde. Auch aus diesem Grund sprach er sich für die teurere Bauvariante aus: »Dann haben wir einen anständigen Kindergarten und halten uns hinsichtlich der Schulräume für die Zukunft alle Möglichkeiten offen.« Dritter Bürgermeister Hermann Eder erinnerte daran, dass Kindergartenleiterin Birgit Bleibinger und Schulleiterin Maria Hipf von Anfang an intensiv in die Planungen eingebunden waren. »Sie wissen, was nötig ist und was nicht«, betonte Eder. Karl Glaner favorisierte ebenfalls die »Optimallösung«: »Der Kindergarten stellt eine wichtige Investition dar. Die Gemeinde ist schuldenfrei, verfügt über Rücklagen und die Zinsen sind günstig wie nie. Wir können uns den Kindergarten leisten.«

Abschließend soll ein Fachplaner nun noch prüfen, ob die bestehende Heizung im Schulgebäude genügend Volumen für den Neubau hat und überhaupt noch zeitgemäß ist. mia

Quelle: Traunsteiner Tagblatt

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