Lokalnachrichten

Bürgermeisterkandidat stellte sich vor

Unterwössen. Ludwig Entfellner will die Nachfolge von Unterwössens Bürgermeister Hans Haslreiter antreten. Der CSU-Ortsverband Wössen schickt ihn als ihren Kandidaten für die Kommunalwahl im März 2014 ins Rennen. Der 53-Jährige stellte sich jetzt an zwei aufeinanderfolgenden Abenden vor: erst im Unterwössner Gemeindesaal, dann im Oberwössner Gasthof zur Post. Dazu präsentierte der Zimmerermeister und Landwirt seine zusammen mit einem Team erarbeiteten Ziele für Unterwössen.

Als junger, forscher Gemeinderat habe er schnell lernen müssen, auf was es in der Politik wirklich ankomme, so Entfellner. Es gelte genau zuzuhören, um auch die Argumente und Standpunkte des Gegenübers zu verstehen. Offenheit sei gefragt, damit jeder erkenne, mit wem er es zu tun habe. Und dann sei der Respekt vor dem Gegenüber wichtig.

Seine Aufgabe für Unterwössen sieht Entfellner unter anderem darin, die Grundversorgung sicherzustellen und für Lebensqualität in der Gemeinde zu sorgen. Zur Frage der Grundversorgung rechnet der Kandidat den Neubau eines Edeka-Marktes auf dem ehemaligen gemeindlichen Grundstück im Dorfzentrum – in Unterwössen nicht ganz unumstritten. Entfellner sieht darin eine Fortsetzung der Geschichte: Auch der damalige Gasthof Stumbeck mit seinen Verkaufsläden und der Metzgerei seien Vollsortimenter gewesen.

Der Familienvater und engagierte Trachtler will auch die Ortsgestaltung und damit die Aufenthaltsqualität in Unterwössen verbessern. Er sieht die Gemeinde mit der Bebauung des Gemeindegrundstücks und der vom Gemeinderat beschlossenen Wiederaufnahme in die Städtebauförderung auf einem gutem Weg. Für die Zukunft erachtet Entfellner unter anderem auch die Teilhabe am schnellen Internet für wichtig.

Vor den Herausforderungen der Wende zu erneuerbaren Energien machen Projekte wie jetzt das Unterwössner Fernwärmenetz nach Entfellners Meinung Sinn. Dass derzeit noch 40 Millionen Euro für den Zukauf von Energien aus der Region abflössen, sollten alle gemeinsam unterbinden, so der CSU-Kandidat. Gern will er da weiter mit dem Ökomodell und den Achentalgemeinden vorangehen. Projekte wie die in der Diskussion stehenden Fließwasserkraftwerke zeigten aber auch die kritischen Fragen und Bedenken auf, meint Entfellner. Diese Bedenken müssten ernst genommen werden. Das könne nur in einem geordneten Planungsverfahren mit der Unterstützung von Fachleuten und mit Bürgerbeteiligung geschehen.

Die Ache sei ein Segen für die Region. Sie bringe aber auch Nachteile wie alle zwei Jahre ein Hochwasser. Die Retentionsräume, die Hochwasserrückhalteflächen, im oberen Achental würden Gewaltiges für die Unterlieger leisten, so Entfellner. Deshalb sollte man für die Schäden auch gemeinsame Lösungen finden. Im Tourismus zeigt Entfellner nur wenig Verständnis für die, die von alten Zeiten schwärmen und »rückwärtsorientiert denken«. Letztlich könne die Gemeinde aber nur alle Akteure im Tourismus zusammenbringen, um gemeinsame Ziele zu erreichen.

Mit Blick auf das Unterwössner Hallenbad und das Insolvenzverfahren des Hallenbadvereins möchte Entfellner zunächst einmal das vom Gemeinderat in Auftrag gegebene Gutachten abwarten. Für die weitere Nutzung des Hallenbadkomplexes dürfe es keine Denkverbote geben. Ein Dreiklang müsste da zusammenwirken, die Politik, die Bürger und die Fachleute mit dem nötigen Hintergrundwissen. Ausführlich setzte sich Entfellner an beiden Abenden auch mit der Rolle der Landwirtschaft auseinander.

Den Begriff der Kultur sieht der CSU-Kandidat nicht nur beschränkt auf einzelne kulturelle Veranstaltungen. Kultur sei auch das Miteinander und der Umgang untereinander. Die Kultur des Miteinanders, das gemeinsame Leben in einem Dorf sei ein eindeutiger Pluspunkt gegenüber den anonymen Sozialstrukturen in den Städten. Kultur und das Miteinander seien die Argumente, die letztendlich junge Familien bewegen würden, ihren Wohnsitz im Achental zu nehmen.

Entfellner freut sich, dass gerade die junge Generation immer mehr über die Gemeindegrenzen hinweg denkt. Er nannte Beispiele erfolgreicher Zusammenarbeit auch im öffentlichen Raum mit dem Abwasserzweckverband, den Schulverbänden den Kooperationen der Musikschulen und im Ökomodell. Die Zukunft sieht Entfellner in regionaler Zusammenarbeit. lukk

Quelle: Traunsteiner Tagblatt

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Einwohner: 3511 / Stand: 01.05.2014

1. Bürgermeister
Ludwig Entfellner

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Internet: www.unterwoessen.de
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