Lokalnachrichten

»Bayerisch angehaucht« in spektakulärer Umgebung

Traunstein – »Soko 5113«, »Die Bergwacht«, »Hubert und Staller«, »Frau Pfarrer und Herr Priester« oder »Der Lehrer«: Diese Serien sind den meisten Fernsehzuschauern ein Begriff. Weniger bekannt ist jedoch der Regisseur. Dabei kommt er aus der Region. Sebastian Sorger (42) ist in Ruhpolding aufgewachsen und lebt jetzt mit seiner Familie in Traunstein. Sein neues Projekt ist sozusagen ein »Heimspiel«. Vergangene Woche begannen im Berchtesgadener Land die Dreharbeiten für zwei neue Folgen der ZDF-Reihe »Lena Lorenz« mit Patricia Aulitzky, Eva Mattes und Jens Atzorn in den Hauptrollen. Tagblatt-Redakteurin Kathrin Bauer sprach mit Sebastian Sorger über seine Arbeit.

  • Der Traunsteiner Regisseur Sebastian Sorger (rechts) mit den beiden Hauptdarstellern Patricia Aulitzky (als Lena Lorenz) und Jens Atzorn (als Quirin Pankofer). Vor wenigen Tagen begannen die Dreharbeiten für zwei weitere Folgen der beliebten Heimatserie um die leidenschaftliche Hebamme Lena Lorenz. (Foto: Marco Nagel)

Wie ist es für Sie, vor der Haustür zu drehen?

Landschaftlich ist das natürlich spektakulär und visuell sehr ergiebig. Außerdem finde ich es toll, mit der bayerischen Sprache zu arbeiten. Schön ist auch, dass ich am Wochenende bei meiner Familie sein kann und nicht erst durch die halbe Republik fliegen muss.

Sie pendeln also nicht täglich zwischen Traunstein und dem Drehort?

Nein, das wäre zu viel verlorene Zeit. Wir drehen bis abends und fangen ganz früh am Morgen wieder an. Dazwischen muss ich noch den nächsten Drehtag vorbereiten.

Hat es denn auch Nachteile, so nah am zu Hause zu drehen?

Nein, eigentlich überhaupt keine.

Die Hauptdarsteller in der Serie sprechen Bayerisch. Wird denn auch am Set Bayerisch gesprochen?

Ich würde sagen, die Drehsprache ist bayerisch angehaucht... Die nichtbayerischen Schauspieler tun sich zum Teil schon schwer mit dem Dialekt. Am Set sprechen wir Hochdeutsch miteinander, die Leute kommen ja von überall her. Ich rede mit den Motivgebern aber sehr gern Bayerisch

Verschafft Ihnen das Vorteile?

Wenn die Leute hören, dass ich von hier bin, sind die schon offener. Aber Vorteile verschafft mir das keine, eher Sympathien.

Finden sie es im Vergleich zu Berlin und München einfacher, auf dem Land zu drehen?

Auf jeden Fall. Die Region ist uns sehr zugetan und wir erhalten vom Tourismusverband viel Unterstützung. Die sind froh, dass wir hier sind und wir freuen uns, hier arbeiten zu können. Außerdem gibt es unglaublich viele spektakuläre, wunderschöne Motive, die zeigen, wie schön die Region ist.

Wie steht es mit Drehgenehmigungen und der Suche nach Statisten?

Drehgenehmigungen sind ein Amtsvorgang. Aber auch das ist auf dem Land leichter, als in der Stadt. Und die Statisten kommen alle über Agenturen in Salzburg und München.

Welche Drehorte werden die ortskundigen Zuschauer im Fernsehen wiedererkennen?

Mit Sicherheit die Pfarrkirche St. Sebastian in Ramsau, aber auch die Schön-Klinik in Schönau und den Marktplatz in Marktschellenberg. Aus dem Mesnerwirt wird wieder der Almwirt und wir drehen auch in der Almbachklamm. Bei uns heißt sie dann aber nur Klamm.

Alles wunderschöne Orte. Fühlt man sich da nicht eher wie im Urlaub?

Nein, das ist für uns alle schon Arbeit. Aber wir arbeiten eben da, wo andere Urlaub machen.

Wie lange dauern die Dreharbeiten?

Ich drehe jetzt bis Mitte Juli zwei neue Filme. Die anderen beiden macht eine Kollegin zwischen August und Mitte Oktober.

Wann werden die neuen Folgen ausgestrahlt?

Der Sendetermin ist im Frühjahr 2018.

Ist es bei solchen Fernsehreihen üblich, dass der Regisseur wechselt?

Ja, das ist üblich. Sonst verliert man den Fokus. Ich will es nicht betriebsblind nennen, aber nach acht Wochen Dreharbeiten braucht man einen frischen Blick. Dass ein Regisseur vier Filme am Stück macht, ist die Ausnahme.

Was ist das Erfolgsrezept von Lena Lorenz?

Es ist sehr authentisch und nah an den Figuren. Und genau diese Mischung zieht das jüngere Publikum an. Die jungen Mütter fühlen sich da aufgehoben. Es ist natürlich eher ein Frauenformat.

Wie geht es nach Lena Lorenz weiter?

Angebote gibt es schon einige. Aber über ungelegte Eier spreche ich nicht. Ich glaube es eh immer erst, wenn ich mit dem Ticket am Flughafen stehe.

Egal, was  kommt:  Für das aktuelle und alle weiteren Projekte wünschen wir Ihnen viel Erfolg und bedanken uns für das Gespräch!

Quelle: Traunsteiner Tagblatt

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